Christlicher Mut für die Wirtschaft
„Wir brauchen ‚German Mut‘ statt ‚German Angst‘“, so gab Dr. Dr. Daniela Eberspächer-Roth
den etwa 30 Gästen einer Veranstaltung der CDU in Leonberg mit auf den Weg.
Christlicher Mut für die Wirtschaft
„Wir brauchen ‚German Mut‘ statt ‚German Angst‘“, so gab Dr. Dr. Daniela Eberspächer-Roth
den etwa 30 Gästen einer Veranstaltung der CDU in Leonberg mit auf den Weg. Auf
Einladung des CDU-Stadtverbands Leonberg sowie des Evangelischen Arbeitskreises (EAK)
und der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) berichtete die Geschäftsführerin der Firma
Profilmetall (Hirrlingen) und Vizepräsidentin der IHK Reutlingen aus ihrer eigenen Erfahrung
über die christlichen Aspekte unternehmerischen Handelns. Der christliche Glaube und „Gott
als Chef“ erleichtere Dankbarkeit als Schlüssel für Erfolg. Von Jesus könne man die „drei K“
effektiven Wirtschaftens lernen: Konzentration auf die Kernkompetenz, Kundenorientierung
sowie Kommunikation. Eberspächer-Roth verwies auf den Zusammenhang zwischen
„Danken“ und guten „Gedanken“ bzw. „Demut“ und „Mut“. Eine positive Fehlerkultur
entstehe daraus ebenso wie die Entfaltung von „Respekt, Fleiß, Disziplin, Wahrhaftigkeit,
Verantwortung“. Lob und Korrektur, Vertrauen, eine „hochwertige Ausbildung, aber nicht ein
Schmusekurs“ seien Merkmale ihrer vom „Handelsblatt“ ausgezeichneten
Unternehmenskultur.
Dr. Bernd Villhauer, Wirtschaftsethiker des Weltethos-Instituts Tübingen, stellte als Co-
Referent heraus, wie in der Bibel inmitten aller beschriebenen Krisen eine stets größere
Hoffnung zu finden sei. Die soziale Marktwirtschaft beruhe wesentlich auf dem Zueinander
von „Freiheit und Bindung“. „Das ist charakteristisch für das christliche Menschenbild“, so
Villhauer, der auf den Ansatz der CDU verwies: „Balance: nicht markradikal, aber auch: Der
Staat richtet nicht alles“. Als Christ „darf man gelassen bleiben, muss sich nicht von der
Empörungskultur der sozialen Medien anstecken lassen“, so Villhauer. Er ermutigte zu
Geduld, Aufmerksamkeit und Neugierde in Wirtschaft und Politik.
Christian Herrmann